Bei den beiden Sitzungen des europäischen Netzwerks ging es um den länderübergreifenden Austausch zu technischen und politischen Themen.
Zwar kommen die Mitglieder der Political und der Technical Working Group des europäischen e-handwerklichen Netzwerks EuropeOn regelmäßig zum virtuellen Austausch zusammen, diesmal fanden beide Treffen jedoch in Präsenz, in der Geschäftsstelle des ZVEH, statt.
Knapp zehn EuropeOn-Teilnehmer/-innen aus Dänemark, Finnland, Frankreich, den Niederlanden, Schottland, Schweden, der Schweiz sowie der EuropeOn-Geschäftsstelle in Brüssel waren vom 28. bis 30. September nach Frankfurt gekommen – parallel dazu war eine Online-Teilnahme möglich –, um sich hier mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus anderen Mitgliedsländern über wichtige technische und politische Themen auszutauschen.
Electrification Action Plan und andere EU-Themen
So stand auf der Agenda des eintägigen Workshops der Policy Working Group nicht nur die Frage, inwiefern der Rekordsommer 2026 Einfluss auf die Installation von Zukunftstechnologien hatte, sondern auch Themen wie die Resilienz der Energieinfrastruktur, die Versorgungssicherheit, der Ausbau der Stromnetze, der Electrification Action Plan der EU-Kommission oder auch das Europäische Emissionshandelssystem 2 (EU ETS 2).
Konsequenzen des European Product Act
Die Technical Working Group beschäftigte sich am Folgetag mit der Prüfung von Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCD) sowie der Frage, was im Zuge des European Product Act (EPA) auf e-handwerkliche Unternehmen zukommt. Das von der EU-Kommission ausgearbeitete Gesetzespaket zur „Modernisierung und Harmonisierung des europäischen Produktsicherheits- und Marktüberwachungsrechts“ hat nicht nur Einfluss auf Lieferketten, Kreislaufwirtschaft, Standardisierung und Marktüberwachung. Auch der Digitale Produktpass (DPP), den der ZVEH im Zuge des Forschungsprojekts Construct-X vorantreibt, spielt dabei eine wichtige Rolle.
Neben dem Austausch zu den auf der Agenda vermerkten Themen spielte in beiden Gruppen der länderübergreifende Austausch – Herzstück des etablierten Netzwerks – eine wichtige Rolle. Und, weil es sich in entspannter Atmosphäre noch viel besser netzwerken lässt, waren die Teilnehmenden am Abend des ersten Tages im Anschluss an das Arbeitstreffen zu einer Stadtführung durch das historische Frankfurt eingeladen. Ein Programmpunkt, der gut ankam, zumal die Gäste im Verlauf der so unterhaltsamen wie lehrreichen Führung die Chance hatten, in die lange und wechselvolle Geschichte der Mainmetropole einzutauchen.
Quelle: ZVEH
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