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26.09.2025
Bild: FV EIT BW

Erwartungen noch nicht erfüllt
Zum Einstieg gab es mit Blick auf die Bundesebene ein Statement vom Präsident Thomas Bürkle, der zum einen festhielt, dass die Erwartungshaltung vieler Bürger bislang zumindest von der neuen Bundesregierung kaum erfüllt worden ist. Es stelle sich ohnehin die Frage, inwieweit dies angesichts der zunehmenden Polarisierung in der Gesellschaft überhaupt möglich sei. Klar ist jedoch, dass die Wirtschaft im Land über ihre Organisationen kommunikativ darauf hinweisen wird, dass der Gürtel künftig enger geschnallt werden muss, wenn wir den Wohlstand im Land auch nur annähernd halten wollen. Die kürzeste Jahresarbeitszeit in Europa, eine hohe Teilzeitquote und kaum mehr finanzierbare Systeme der sozialen Sicherung ließen dies so nicht mehr zu. Bürkle bat den handwerkspolitischen Sprecher der CDU-Fraktion außerdem, sich parteipolitisch auf Bundesebene bei der Bundesbildungsministerin dafür einzusetzen, dass berufliche und akademische Bildung endlich gleichrangig behandelt werden.

Berufliche Bildung im Handwerk
Thomas Dörflinger, MdL, der darüber hinaus auch verkehrspolitischer Sprecher seiner Fraktion ist, griff das Thema berufliche Bildung direkt auf und wies darauf hin, dass die CDU im Land – wie auch schon der Presse zu entnehmen war – die Meisterprämie von 1.500 Euro auf 3.000 Euro verdoppeln will und damit einen wichtigen Schritt in Richtung Gleichstellung plane. Auch wies er darauf hin, dass die Weiterentwicklung der beruflichen Bildungsstätten des Handwerks im Fokus der CDU-Betrachtungen liege. Allerdings, so hielt er fest, seien diese enorm hohen Anforderungen nicht in einem normalen Landeshaushalt darstellbar. Hierzu bedürfe es einer besonderen finanziellen Kraftanstrengung. Er betonte jedoch die hohe Bedeutung dieser Einrichtungen, dies sei seiner Partei auch absolut bewusst.

Technologieoffenheit bei Fahrzeugen
Mit Blick auf das EU-weit angestrebte „Verbrenner-Aus“ forderten die Elektrohandwerksvertreter eine technologieoffene Lösung und auch grundsätzlich mehr Freiraum für unternehmerische Entscheidungen, auch in anderen Bereichen sowie weniger bürokratische Auflagen. Viele Bürger würden aus Überzeugung und zum Teil auch aufgrund der Möglichkeit, den selbstproduzierten PV-Strom zu nutzen, gerne E-Fahrzeuge fahren. Andere aber eben auch Verbrennerfahrzeuge, ggf. auch mit E-Fuels. Auch der Ausbau von Reichweiten von Hybrid-Fahrzeugen, z.B. durch entsprechende Verbrennungs-Range-Extender, dürfe nicht ausgeschlossen werden. Die E-Handwerke sorgten gerne mit PV-Anlagen in Verbindung mit Speichersystemen und der Lademöglichkeit für E-Fahrzeuge für die notwendige Infrastruktur. Thomas Dörflinger bekräftigte diese Haltung des E-Handwerks.

Landtagswahlen 2026
Ausführlich wurde auch die Wirkung möglicher Tempolimits auf Autobahnen diskutiert. Mit Blick auf die anstehenden Landtagswahlen im März 2026 wurden darüber hinaus mögliche politische Konstellationen diskutiert. Einig waren sich Dörflinger und die Mitglieder des Landesvorstands darüber, dass es keinen Sinn ergibt, sich bei den Klimaschutzzielen gegenseitig zu überbieten (EU – Bund – Land – Kommunen) und dabei die Realität aus dem Auge zu verlieren. Ziele müssten realistisch erreichbar und finanzierbar zugleich sein. Daher wurde einhellig eine Synchronisierung der Zielvorgaben als richtig erachtet. Die E-Handwerke und Thomas Dörflinger wollen den engen Dialog zwischen den Branchenvertretern und seiner Fraktion fortsetzen. Auch beim parlamentarischen Abend von Handwerk BW am 15.10.2025. Denn dem Energieträger Strom gehört die Zukunft.

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